DAS SAGT DAS Volk

Nachfolgend Leserbriefe aus den lokalen Zeitungen zum Thema.


Nein zur Schule ohne Mitwirkung
12.11.24, Wohler Anzeiger. Leserbrief von Adrian Kündig, SVP Einwohnerrat, Wohlen
Jedem, der mich kennt, ist bekannt, dass ich persönlich nicht negativ gegen Ausländer eingestellt bin. Allerdings stellt uns die unkontrollierte Zuwanderung vor grosse, teure und auch schwierige Herausforderungen. Es verschwinden Grünflächen und mehr Strassen werden benötigt. Wohlen kann bald nur noch in die Höhe wachsen, da bald kein Bauland mehr zur Verfügung steht.
Die Zuwanderung wird von Bund, Kanton und Gemeinde damit begründet, dass wir an einem Fachkräftemangel leiden. Obwohl bei den Zuwanderern alles dabei ist, aber nur wenige Fachkräfte. Aufgrund dieses Bevölkerungszuwachses brauchen wir auch neuen Schulraum. Des Öfteren ist aus der Bevölkerung zu vernehmen, dass wir so viel Schulraum vorwiegend für den Zuwachs der Ausländer bauen müssen. Die SVP Wohlen-Anglikon ist nicht gegen diesen neuen Schulraum, schliesslich soll jedes Kind die Möglichkeit haben, einen Schulabschluss und eine Ausbildung absolvieren zu können. Die Gemeinde Wohlen will allerdings nur für die Projektierung der neuen Zyklus-Schulhäuser Millionen ausgeben. Betrachtet man die Überschuldung, sieht man auch, weshalb der Steuerfuss sehr direkt in Richtung 130 Prozent voranschreitet. Für vie- le Neuzuzüger ist dies sehr unattraktiv, einige checken als Erstes den Steuerfuss. Das Wort Sparen kommt hier zum Zug, weil Wohlen sonst bald die Spitze der Gemeinden mit dem höchsten Steuerfuss im Kanton Aargau anführt.
Warum muss dieser Pilotversuch ausgerechnet in Wohlen durchgeführt werden. Diese Zyklus-Schulhäuser sind ein sehr überteuertes Projekt und wären bisher einzigartig im Kanton Aargau. Somit sind keine Erfahrungswerte dazu vorhanden, die Hinweise zur Verteuerung solcher Projekte geben können.
Selbstverständlich wollen wir genügend Schulraum zur Verfügung stellen, aber zu einem bezahlbaren Preis, ohne dass wir für unsere Kinder und Grosskinder ein bankrottes Wohlen hinterlassen müssen. Hier geht es nicht um Luxus, sondern um zweckmässigen Schulraum. Die Parteien und das Volk, welches das Ganze finanziert, sollen auch ein Mitspracherecht erhalten.
Zusammenfassend wollen wir von der SVP Wohlen-Anglikon in absehbarer Zeit wieder einen attraktiveren Steuerfuss erreichen. Daher bitte ich Sie, liebe Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, am 24. November zweimal Nein zu stimmen.
Adrian Kündig, Einwohnerrat SVP, Wohlen

168 Millionen für Schulraum in Wohlen
12.11.24, Wohler Anzeiger. Leserbrief von Claudia Hauri, SVP Einwohnerrätin, Wohlen
Geschätzte Wohlerinnen und Wohler, am 24. November stimmen wir über den Projektierungskredit für den Neubau eines Zyklus-1-Schulhauses im Junkholz und den Projektierungskredit für den Neubau des Zyklus-1-Schulhauses mit einer Turnhalle im Bünzmatt von insgesamt 3,4 Millionen Franken ab. Dies ist der Start der neuen vom Gemeinderat erarbeiteten Schulhaus- und Kindergartenstrategie. Die Kindergärten werden an sechs Standorten zentralisiert und mit der Unterstufe zusammengelegt. Sechs Quartier-Kindergärten werden aufgehoben. Dies führt unweigerlich zu längeren Schulwegen und mehr Elterntaxis. Für mich ist das ganze Konzept nicht stimmig und viel zu teuer!
Im aktuellen «Finanzplan Einwohnergemeinde 2025 bis 2034» sind 87 Millionen Franken für «geplante Projekte» wie die Schulzentren Bünzmatt, Junkholz, Farn und der Container-Ersatz für den Kindergarten Anglikon und 81 Millionen Franken für «Projekte in Bau» wie das Schulzentrum Halde, die Dreifachturnhalle Halde-Hofmatten und die Sanierung der Junkholzturnhalle geplant. Das sind unglaubliche 168 Millionen Franken im Total.
Wer finanziert das? Sie, liebe Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Die im aktuellen Finanzplan ausgewiesenen 124 Steuerprozente ab dem Jahr 2030 werden nicht reichen. Deshalb stimmen Sie am 24. November 2x Nein. Geben Sie dem Gemeinderat die Chance, seine Schulhausstrategie zu optimieren und sie den finanziellen Möglichkeiten unserer Gemeinde anzupassen.
Claudia Hauri, Einwohnerrätin SVP, Wohlen

Wenn Geld keine Rolle spielt
12.11.24, Wohler Anzeiger. Leserbrief von Renato-Raffaele Hübscher, SVP Einwohnerrat, Wohlen
Die SVP ist nicht per se gegen den Zyklus-1-Schulraum und steht einer generellen Erweiterung von Schulraum nicht ablehnend gegenüber, sie sieht eine Notwendigkeit. Jedoch nicht in dieser Kurzfristigkeit – das ist die Kernaussage! Es ist eine finanziell masslos überzogene Investition.
Anhand der geschuldeten, desolaten Situation müssen wir besonnen vorgehen. Stimmen Sie diesem Projektierungskredit zu, ist es faktisch ein Freipass beziehungsweise eine Vorstufe und er bildet die Grundlage für weitere Investitionen – dies wird innerhalb von zehn Jahren über 170 Millionen Franken ausmachen. Für Schulhäuser, welche Wohlen sich in diesem Ausmass schlichtweg nicht leisten kann und den Steuerfuss unweigerlich über happige 130 Prozent treiben.
Doch in Wohlen scheint ein anderes Verständnis für Effizienz und Sparsamkeit zu herrschen – Investitionen werden ohne klare Grenzen bewilligt, und die Dringlichkeit von Einsparungen wird konsequent ignoriert.
Die Kontrahenten proklamieren mit Begriffen wie «alternativlos» und «unbestritten», um Massnahmen zu rechtfertigen, die weder durchdacht noch zum Wohl unserer Kinder sind. Aussagen wie «die Kinder müssen auf die Strasse» oder «Container sind unausweichlich» sind keine Lösungen, sondern bequeme Ausflüchte.
Es ist schlichtweg falsch, dass keine Alternativen existieren. «Vielmehr gibt es immer Optimierungsmöglichkeiten – und es ist unabdingbar, dabei eine zentrale und nicht dezentrale Lösung umzusetzen», die jedoch nur durch konstruktive Auseinandersetzung und Bereitschaft zur Anpassung entdeckt werden kann.
Die Behauptung, es gebe keinen anderen Weg, dient eher dazu, berechtigte Bedenken von Eltern und anderen Beteiligten zu ignorieren, statt wirklich im Sinne der Kinder zu handeln.
Ich fordere daher eine offene Diskussion über realistische Alternativen und eine transparente Prüfung möglicher Lösungen, die sowohl kurzfristig als auch langfristig nachhaltig sind. Es ist an der Zeit, dass verantwortungsbewusste Entscheidungen im Mittelpunkt stehen – nicht «alternativlose» Durchsetzung scheinbar bequemer Massnahmen.
In der Privatwirtschaft wären unter solch bedenklichen finanziellen Umständen rigorose Optimierungs- und Sparmassnahmen erforderlich, so aber in Wohlen nicht, da das Geld hier anscheinend keine Rolle spielt. Wohlen muss sich strikt an den Grundsatz der finanziellen Vernunft halten!
Bitte zeigen Sie Verantwortung und stimmen Sie am 24. November 2x Nein zu den Zyklus-1-Schulhäusern!
Renato-Raffaele Hübscher, Einwohnerrat SVP, Wohlen

Es fehlen wesentliche Daten
12.11.24, Wohler Anzeiger. Leserbrief von Carlo Wich, Wohlen
Zur Infoveranstaltung zu den Projektierungskrediten der Schulzentren Bünzmatt und Junkholz. In den Abstimmungsunterlagen ist zu lesen, dass der Gemeinderat und die Schulführung die vorgeschlagene Lösung als beste und günstigste Variante ansehen. Ausserdem erwarte man auch höhere Steuereinnahmen. Dass in Wohlen mehr Schulraum gebraucht wird, ist unbestritten.
Aber solche pauschalen Aussagen genügen nicht, um einen Entscheid fällen zu können. Auf Nachfrage bei den Spitzen von Die Mitte und GLP kamen keine robusten Aussagen. Die wesentliche Frage «Wie kommt man auf die Aussage ‹beste und günstigste Lösung›?» konnte nicht beantwortet werden. Denn dann hätte ja mindestens eine Alternative in Form einer einfachen Investitionsrechnung (fixe und variable Kosten, kalkulatorische Abschreibungen/Zinsen, zusätzliche Steuereinnahmen) verglichen werden müssen. Von verschiedener Seiten wurde eine Mitwirkung angeboten. Aber scheinbar wurde mit diesen Gremien und Personen eine Projektteilnahme nicht in Betracht gezogen. Schade, des- halb wird auf Expertenmeinungen verzichtet und wertvolle Zeit vergeudet. So wird ein unvollständiger Datensatz an ein Planungsbüro weitergeleitet, das für 3,38 Millionen Projekte erstellt. Wenn der Input nicht klar formuliert ist, wie soll dann die günstigste und beste Lösung aussehen? Solche Bildungsprojekte brauchen nicht emotionale Appelle, dafür betriebswirtschaftliche Grundlagen, um sie zu erklären und zu validieren. Da mir leider wesentliche Daten fehlen, kann ich nur 2x Nein zu diesem Vorgehen sagen. Carlo Wich, Wohlen

Neue Schulhäuser?
08.11.24, Wohler Anzeiger. Leserbrief von Urs Stänger
Um es vorwegzunehmen, es ist schon lange klar, es braucht neue Schulhäuser. Aber muss es immer gleich Luxus sein? Kein vernünftiger (in der Privatwirtschaft tätiger) Mensch baut so. Das fängt beim SIA-Tarif an. Da hat jeder Planer Interesse daran, dass es möglichst teuer wird, daran verdient er mindestens 10 Prozent.
Dass Kindergärten ersetzt werden müssen, bezweifle ich. Ich erlaube mir den Vorwurf, man hat sie vorsätzlich «verlottern» lassen, sollte das nicht stimmen, so ist es Dummheit oder Unfähigkeit der verantwortlichen Personen. Kindergärten gehören in die Quartiere, so, wie es jetzt ist. Was ein neues Schulzimmer kostet, damit können alle Kinder- gärten saniert werden. Schliesslich hat unser Gemeinderat die zu teuren Mietverträge unterschrieben. Man kann auch bestehende Bauten aufstocken, spart Land und viel Geld. Wirkliche Baufachleute können günstig und qualitativ sehr gut bauen. Man nehme dazu einfach Personen, die eine Handwerkerlehre (inkl. Planer) absolviert haben. Dass man auf der Gemeinde nicht rechnen kann, haben sie zuletzt bei der Broschüre zur Grünabfuhr bewiesen.
Wer jetzt zu den Planungskosten von 3,38 Millionen Ja sagt, muss nachher noch zu Baukosten von über 35 Millionen Ja sagen – gleich deutlich höherer Steuerfuss!
Urs Stäger, Wohlen

1,1 Millionen …

08.11.24, Wohler Anzeiger. Leserbrief von Diana Hollinger, Einwohnerrätin, SVP Wohlen
Am 24. November stimmen wir über die Projektierungskredite der Schulhäuser Bünzmatt (2 Millionen Franken) und Junkholz (1,38 Millionen Franken) ab. Die effektiven Schulhauskosten gemäss Kostenziel der Gemeinde betragen 29,7 Millionen Franken. Normalerweise wird es noch 10 bis 15 Prozent teurer, dann sind wir bei mindestens 33 Millionen.
Uns muss klar sein, wenn wir bei den Projektierungskrediten Ja stimmen, kommen die Gesamtkosten von 33 Millionen + auch auf uns zu. Die Referenten am Infoanlass von Ende Oktober haben stolz verkündet, dass sie sparen wollen und dass man pro Schulklasse nur mit 1,1 Millionen rechnet. Wow! Sparen heisst für mich etwas anderes. Sparen heisst im strengsten Sinn nichts, 0 ausgeben oder, wenn nicht möglich, die kostengünstigste Variante auswählen. Ich rede nicht von einer Wellblechhütte mit einem freistehenden Loch im Boden als WC, sondern von einem günstigen, mitteleuropäischen Standard. Ich glaube, da gibt es noch ganz viel Luft nach unten. Wie wäre es zum Beispiel, wie damals 1991, mit dem Bau eines Schulraumprovisoriums für damals 985 000 Franken für sechs Schulklassen? Dieser Zweckbau auf dem Haldenschulhausplatz hat über 30 Jahre gehalten!
Ich denke, der Gemeinderat sollte nochmals über die Bücher und es sehr viel günstiger machen. Deshalb 2x Nein.
Diana Holliger, Einwohnerrätin, SVP, Wohlen

Setzen wir ein Zeichen
08.11.24, Wohler Anzeiger. Leserbrief von Annalise Steiner, Wohlen.
Trump ist wieder auf dem Thron. Herzliche Gratulation! Er trifft den richtigen Ton, auch in der Migration. Die Schweiz / Wohlen platzt aus allen Nähten. Setzen wir die richtigen Prioritäten. Die grenzenlose Migration geht auf Kosten der Natur, Kultur und Infrastruktur (Städtebau, Autobahnstau, Schulhausneubau). Die Ukrainer dürfen wohl zum guten Glück wohl bald wieder in ihre Heimat zurück. Der Frieden wird siegen.
Auch andere Migranten haben schon lange keinen Grund mehr, hier zu bleiben. Wir müssen nicht einmal die Gesetze neu schreiben.
Statt in die Infrastruktur zu investieren und zu integrieren, müssen wir diese horrenden Zahlen regulieren und zurückbuchstabieren.
Die vorhandenen Schulhäuser müssen reichen. Setzen wir ein Zeichen. Zweimal Nein zu Zyklus-1-Schulhäusern.
Annalise Steiner, Wohlen

Quo vadis, Kindergarten?
  05.11.24, Wohler Anzeiger. Leserbrief von Max Hüsser, Einwohnerrat SVP, Wohlen.
Die Kindergärten müssen unbedingt in den Quartieren verbleiben, um unsere jüngsten Einwohnerinnen und Einwohner vor negativen Einflüssen möglichst lange zu schützen. Sofern die Kindergartenkinder in die Volksschule im Bünzmatt oder Junkholz integriert werden, können diese unter die Räder kommen, da leider nicht jeder Schüler ein Gutmensch ist.
Liebe Leserinnen und Leser, bitte bedenkt, dass Mobbing, Drogen, Bedrohungen, Pornografie im Handy etc. auch in den Wohler Schulen leider keine Fremdwörter sind. Deshalb können wir mit 2x Nein wenigstens einen kleinen Beitrag leisten, damit für die kurze Kindergartenzeit die «heile Welt» nach Möglichkeit in Ordnung bleibt.
Max Hüsser, Einwohnerrat SVP, Wohlen

Sie haben es in der Hand
  05.11.24, Wohler Anzeiger. Leserbrief von Peter Christen, Einwohnerrat der SVP Wohlen-Anglikon.
Liebe Wohlerinnen und Wohler, am 24. November stimmen Sie über die Projektierungskredite des neuen Zyklus- 1-Schulhauses mit Turnhalle im Bünzmatt von 2 Millionen Franken und den Projektierungskredit eines weiteren Zyklus- 1-Schulhauses im Junkholz von 1,38 Millionen Franken ab. Sie rechnen richtig, 3,38 Millionen Franken alleine zur Projektierung von zwei Schulhäusern.
Wenn Sie diesen Projektierungskrediten zustimmen, folgen mindestens weitere 29,7 Millionen Franken für die Umsetzung dieser Projekte. Diese 29,7 Millionen Franken sind aber bloss ein Kostenziel des Gemeinderates. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Schulhäuser teurer werden, ist gross.
Die Zyklus-1-Schulhausstrategie ist alleinig auf dem Mist des Gemeinderates gewachsen. Der Kanton schreibt keine Zyklus-1-Schulhäuser vor, und nur wenige Gemeinden haben Zyklus-1-Schulhäuser umgesetzt. Wohlen braucht pragmatische und kosteneffiziente neue Schulhäuser. Die finanzielle Situation von Wohlen erlaubt keine Zyklus-Schulhaus-Experimente.
Nehmen Sie Ihr Stimmrecht am 24. November wahr und sagen Sie 2x Nein zu diesen Projektierungskrediten. Sie zwingen somit den Gemeinderat, die Situation neu zu überdenken und Kosten zu reduzieren.
Wenn diese Projekte, wie vom Gemeinderat geplant, umgesetzt werden, lässt ein Steuerfuss von über 130 Prozent grüssen und Platz 41 von 41 auf der Rangliste der Steuerfüsse der Gemeinden im Freiamt ist Wohlen sicher!
Peter Christen, Einwohnerrat SVP, Wohlen

Goldene Schulhäuser in Wohlen
  05.11.24, Wohler Anzeiger. Leserbrief von Christian Lanz, Wohlen.
Der Gemeinderat wirbt für zwei neue Zyklus-1-Schulhäuser, ein Unterfangen ohne Rücksicht auf die Finanzen. Betrachten wir das Ganze nüchtern und unter Einbezug der Finanzen. Dass wir Schulraum für die Zukunft benötigen, scheint allen bewusst zu sein, dass es aber auch günstiger geht, ist auch allen bewusst – ausser unseren Gemeindeverantwortlichen. Warum strebt der Gemeinderat ein nicht vom Kanton vorgegebenes Pilotprojekt mit einer überdimensionalen, untragbaren finanziellen Belastung an? Wozu? Sollten die überdimensionierten Planungskredite und dann die Realisation der beiden Schulhäuser Zyklus 1 Bünzmatt und Junkholz realisiert werden, heisst das, dass ein neues Schulzimmer mit über einer Million Franken unsere Finanzen belastet.
Das ist unerklärlicher Leichtsinn, wenn wir ein Auge auf die Finanzlage werfen: Die Nettoschuld überschreitet ab dem Jahr 2024 die 100-Millionen-Grenze und wird sich bis ins Jahr 2026 zu 150 Millionen Franken anhäufen. Das heisst, eine Prokopfverschuldung von 7500 Franken wird überschritten, also eine Verdreifachung vom kantonalen Durchschnitt – untragbar und verantwortungslos.
Ist sich der Gemeinderat bewusst, dass eine notwendige Steuererhöhung auf bald 125 Prozent oder noch höher vom Volk nicht goutiert wird? Warum muss Altbewährtes abgeschafft werden und warum müssen die Kindergärten zentralisiert werden? Sprich, es kommt zum hausgemachten Mehrverkehr (Elterntaxis). Und dann kommt wieder das Geschrei «Südumfahrung ist dringend nötig» durch unseren selbst gemachten Ortsverkehr. Gemeinderäte, bitte lernt rechnen und bleibt bei Euren Leisten. Darum am 24. November zur Schulraumplanung ein sicheres, grosses zweimal Nein auf den Stimmzettel. Danke.
Christian Lanz, Wohlen

Der Gemeinderat reitet ein totes Pferd
  02.11.24, Beitrag von Manfred Breitschmid in der Aargauer Zeitung.
Der Gemeinderat reitet mit der Schulstrategie und den beantragten Projektierungskrediten ein totes Pferd. Weshalb?
In den Abstimmungsunterlagen steht das Wort Zyklus-1-Schulhaus kein einziges Mal im Text des Gemeinderates. Im Bericht und Antrag an den Einwohnerrat wird dieser Begriff sintflutartig verwendet. Die Etikette wurde gewechselt, der Inhalt bleibt. Nur mit einem Nein an der Urne können wir dies ändern.
Im Weiteren können wir lesen: "Ein Ja zu diesen Krediten bedeutet noch kein ja zu einem künftigen Bau!". Der Gemeinderat suggeriert damit, Sie können ruhig Ja sagen und dann beim Baukredit Nein sagen! Was für eine Casino-Mentalität: bereit zu sein, 3.28 Mio. ±10 Prozent Steuergelder aus dem Fenster zu schmeissen!
Und eine weitere Aussage: Für Bünzmatt, Junkholz und Farn "muss kein Land hinzugekauft werden, und es kann auf gemeindeeigenem Land gebaut werden". Da frage ich mich schon, wo ist das eigene Land im Farn?
Die sehr hohen Investitionskosten sind das eine, aber keine Aussage in den Abstimmungsunterlagen, was Betrieb, Unterhalt und die Tagesstrukturen kosten. Von wie viel müssen wir ausgehen? Und was sind die Auswirkungen auf den Steuerfuss?
Wir haben in in jüngster Zeit für rund 80 Mio. Schul- und Sportgebäude gebaut und saniert, teilweise sind sie noch im Bau. Keine einzige Bauabrechnung liegt vor. Hofmatten und Junkholz, von der Halde schon gar nicht zu reden. Geht's nach dem Gemeinderat, wird munter weitergebaut mit Geld, welches wir nicht haben. Ob 30, 40 oder 50 Mio. werden wir sehen.
Einen Zweckbau wie auf dem Haldenschulhausplatz, 6 Schulzimmer mit allem was dazugehört für 985'000 Franken, gebaut 1992 und bis heute in Betrieb: Hat der Gemeinderat solche oder den Bedürfnissen angepasste Zweckbauten geprüft? Das ist wohl für Wohlen heute nicht mehr gut genug. Nebenbei gesagt, würde dieses Gebäude auch heute noch seinen Zweck tun, es muss ja nicht an diesem Ort sein. Das wäre gelebte Nachhaltigkeit.
Wir hängen am Bettelstab vom Kanton, wir erhalten jährlich 5 Mio. aus dem Finanzausgleich. Ohne diesen Betrag könnten wir Konkurs anmelden. Im Freiamt sind wir bald auf dem letzten Platz beim Steuerfuss. Das Wasser reicht uns bis zum Hals, aber die Wasserqualität soll anscheinend gut sein!
Deshalb sagt die SVP 2x Nein. Wir sind für neuen Schulraum, aber nicht so. Nachbesserung tut not! Mit Ihrer Unterstützung für eine bessere und ehrlichere Schullandschaft.
Manfred Breitschmid, SVP-Wohlen-Anglikon

Täglich grüsst die finanzielle Unvernunft
  31.10.24 ,Wohler Anzeiger. Leserbrief von Stefan Nauer, Wohlen.
Toll, wie aktuell das Haldenschulhaus aus- und umgebaut wird. Notwendig und bedarfsgerecht, auch wenn die Kostenübernahme noch einer akzeptablen Lösung bedarf, denn es geht nur über Einsparungen und nicht schon wieder um die irrsinnige Idee einer Erhöhung des Steuerfusses.
Bevor man nun überhaupt diesen Meilenstein fertiggestellt und bezahlt hat, verfällt man bereits wieder neuen grössenwahnsinnigen Visionen und Schulraumerweiterungen von weiteren über 30 Millionen Franken allein im Bünzmatt und Junkholz. Die Folgen wären fatal und das Rezept des Gemeinderates würde wieder eine Steuerfuss- erhöhung heissen, dann würden wir wohl von mindestens 125 Prozent reden!
So wird versucht, uns Wohlerinnen und Wohlern täglich schmackhaft zu machen, Geld auszugeben, das wir schlichtweg nicht haben. Lieber Gemeinderat, nehmt uns endlich ernst, präsentiert Lösungen für bestehende Probleme, bevor neue kreiert werden. Dann könnte man nur so nebenbei auch die Kosten von sieben Spitzenbeamten an nicht notwendigen Infoabenden (siehe Anzahl Besucher) oder eines kindlichen Animationsfilmes einsparen. Stoppen wir dieses Unvermögen und sagen 2x Nein zur Schulraumstrategie.
Stefan Nauer, Wohlen

Unnötige Schulraumstrategie
  29.10.24, Wohler Anzeiger. Leserbrief von Robert Ballantine, Wohlen.
Die Schulraumstrategie in Bezug auf Haldenschulhaus, Bünzmatt und Junkholz setzt unseren Steuerfuss auf Kurs Richtung über 125 Prozent! Wohlen benötigt Anpassungen im Bildungsbereich, jedoch keine millionenschweren Neubauten, die unsere letzten Grünflächen zerstören.
Anstatt vernünftige Lösungen zu fördern, plant der Gemeinderat teure «Zyklusschulhäuser», die Land, Infrastruktur und zusätzliches Personal verschlingen. Unsere bewährten Quartierkindergärten, die sichere und kurze Wege für unsere Kleinsten bieten, sollen aufgegeben werden. Und wofür? Für eine Zentralisierung, die mehr Verkehr und Elterntaxis verursacht – Unsinn, den keiner von uns will oder braucht.
Ich habe genug davon, dass die Linken unser hart verdientes Geld für verrückte Projekte verschwenden. Diese Strategie verschwendet Steuergelder und missachtet die Bedürfnisse der Bürger. Sagen Sie energisch Nein zu den «Zyklusschulhäusern» und helfen Sie mit, Wohlen lebenswert und bezahlbar zu halten.
Robert Ballantine, Wohlen

Es braucht keinen Pilotversuch
  29.10.24, Wohler Anzeiger. Leserbrief von Roland Büchi, Einwohnerrat und Präsident SVP Wohlen.
Sehr geehrte Leserinnen und Leser, laut Gemeinderat und den Schulverantwortlichen ist die Bezeichnung Zyklus-Schulhaus zum Schimpfwort verkommen. Die Leute kennen den Begriff nicht, daher seien sie unsicher. Einfach gesagt sind es bloss Schulhäuser, meinen sie. Aber so einfach ist es nicht. Zyklus-1-Schulhäuser sind Schulhäuser für Kindergärtner sowie Erst- und Zweitklässler. Geschätzte Leserinnen und Leser, solche Schulhäuser entsprechen nicht den kantonalen Schulstrukturen. Sie werden auch nicht vom Kanton vorgeschrieben und daher muss Wohlen auch nicht einen Pilotversuch starten.
In solchen Schulhäusern fehlt die Durchmischung, wie es in den anderen Schulhäusern üblich ist. Der Bau von solchen Zyklusschulhäusern generiert enorme Kosten, die schnell ausser Kontrolle geraten können. Denken Sie nur an die benötigten Landreserven und die zusätzlich benötigte Infrastruktur wie Aula, Sanitäranlagen, Lehrerzimmer, Parkplätze, zusätzliche Stellen und nicht zu vergessen das neue Verkehrsaufkommen im Gebiet Farn, für welches das notwendige Konzept fehlt usw.
Wohlen benötigt zweckmässigen Schulraum und keine Luxuslösungen. Bisherige Schulstandorte können und müssen ausgebaut werden. Darum zurück zum Absender und am 24. November 2x Nein zum Verpflichtungskredit.
Roland Büchi, Einwohnerrat und Präsident SVP, Wohlen

Einfach nur Ärger
  29.10.24, Wohler Anzeiger. Leserbrief von Roland Schneider, Wohlen.
Ausgerechnet Ariane Gregor, Arsène Perroud und Thomas Burkard setzen sich stark ein für eine teure Schulraumerweiterung. Bluten soll wiederum der Steuerzahler.
Noch vor kurzer Zeit wurde das Geld mit beiden Händen zum Fenster rausgeworfen – begleitet von Phrasen wie «wir machen vorausschauende Politik und Wohlen kann sich das leisten». Wenn es nicht so ärgerlich wäre, könnte man laut lachen.
Die Sportpark Bünzmatt AG ist ein Fass ohne Boden. Nicht lebensfähige Betriebe sollen und dürfen in Konkurs gehen. So kann das Freibad herausgelöst und unterstützt werden. Anderes wie eine Kunsteisbahn braucht es nicht und ist zu liquidieren. Dem sagt man sparen.
Roland Schneider, Wohlen

Neue Schulpaläste in Wohlen
  25.10.24, Wohler Anzeiger. Leserbrief von Peter Tanner, Wohlen.
Geschätzte Leser und Leserinnen, geschätzte Steuerzahlende von Wohlen und Anglikon. Am 24. November stimmen Sie über zwei Verpflichtungskredite für die Planung von Neubauten auf den Schulanlagen Junkholz und Bünzmatt ab. Aktuell gibt Wohlen für die Sanierung von bestehendem Schulraum im Bünzmatt, Junkholz und Halde knapp 83 Millionen Franken aus. Zudem soll laut Antrag vom Gemeinderat der Steuerfuss von 116 auf 120 Prozent erhöht werden.
In Zukunft sollen für Sanierungen und den Bau von Zyklus-1-Schulhäusern im Bünzmatt und Junkholz sowie Zyklus-1- und -2-Schulhäuser im Farn weitere 87 Millionen Franken ausgegeben werden. Man will hier Geld mit vollen Händen ausgeben, das nicht vorhanden ist. Für einen grossen Teil im Einwohnerrat und auch im Gemeinderat ist sparen ein Fremdwort. Es ist kein Sparwille vorhanden. Die Gemeinde wird so voll an die Wand gefahren. Die Folge wird sein, dass der Steuerfuss ins Unendliche steigt und so auch noch die letzten guten Steuerzahler Wohlen den Rücken kehren.
Die Wählerinnen und Wähler haben es am 24. November in der Hand, ob Wohlen zum Armenhaus im Aargau wird. Stimmen Sie am 24. November 2x Nein zu Schulhäusern ohne Volkes Mitwirkung zum Wohl der Schulpflichtigen, zum Wohl der Wohler Finanzen und zum Wohl der Steuerzahler von Wohlen.
Peter Tanner, Wohlen

Von dezentralen zu zentralen Kindergärten
  11.10.24, Wohler Anzeiger. Leserbrief von Diana Hollinger, Einwohnerrätin, SVP Wohlen-Anglikon.
Als SVP haben wir für die Zyklus-1-Schulhäuser Bünzmatt und Junkholz ein Referendum ergriffen. Was bedeuten Zyklus- 1-Schulhäuser für die Zwerglis, die in den Kindergarten gehen müssen/dürfen? Bis jetzt hatten wir eine gute Zusammenarbeit mit dem GOV, die günstig war und die jetzt bei einer Annahme gekippt wird. Der GOV, Gemeinnütziger Ortsverein Wohlen, unterhält seit Jahrzehnten in Wohlen fünf Kindergärten. Unsere bisherigen dezentralen Kindergärten haben eine wichtige Funktion. Sie garantieren in den Quartieren einen kurzen Kindergartenweg. Und dies will unsere Gemeinde aufs Spiel setzen und zu zentralen Kindergärten wechseln? Ich finde das gar nicht gut.
Ich erinnere mich noch, als ich in den Kindergarten in Wohlen ging. Meine Mutter konnte von einem Fenster aus fast meinen ganzen Kindergartenweg und mich beobachten. Mir kam der Weg lang vor, aber es waren tatsächlich nur 645 Meter. Zuerst ging ich an Häusern vorbei, dann auf einen geteerten Feldweg den Hügel hinauf. Eigentlich wollte ich trödeln, aber meine Mutter hat es mir verboten. Zwischendurch drehte ich mich jeweils um, um zu schauen, ob sie noch am Fenster steht. Sie stand den ganzen Weg lang am Fenster, jeden Tag, damit ich nicht trödeln konnte. Mann! Zuoberst auf dem Hügel drehte ich mich nochmals um und habe mir fast den Arm beim Winken ausgerenkt. Nach dem Hü- gel habe ich mein Tempo jeweils auf die Hälfte gedrosselt und den Rest des Weges mit Beobachten der Käfer, Würmer und Vögel zugebracht. Ah, geschafft! Bin vor dem Kindergarten.
Ich darf mir gar nicht ausdenken, wie es für die heutigen Mamis ist, wenn sie ihre Zwerglis auf einen langen Kindergartenweg schicken müssen. Ich wette, dass die meisten ihre Kinder auf den Rücksitz oder hinten aufs Velo packen und auf Nummer sichergehen, indem sie ihre Kinder zum Kindergarten fahren. Das ist keine gute Entwicklung. Ich würde es gerne bei den dezentralen Kindergärten und einem kurzen Weg belassen und stimme deshalb entschieden Nein.
Diana Holliger, Einwohnerrätin, SVP, Wohlen

Harry's letzte Hoffnung
  11.10.24, Wohler Anzeiger. Leserbrief von Manfred Breitschmid, Wohler Einwohnerrat und Fraktionspräsident der SVP-Wohlen-Anglikon.
«Ja zum Neubau von zwei Schulhäusern», Leserbrief in der Ausgabe vom 8. Oktober.
Dies schreibt ein Ewiggestriger. Offensichtlich wünscht sich Lütolf möglichst bald einen Steuerfuss von über 125 Prozent. Vor Wahlen – und jetzt sind halt Grossratswahlen – steigt man auch mit den Linken gerne ins Bett. Seine Positionierung bei der Abstimmung zum Thema Schulhaus (Anglikon) war schon bei den Einwohnerratswahlen 2021 eine gute Erfahrung für den Stimmenzugewinn. Und jetzt, wo es eng werden könnte bei den Grossratswahlen, ist die Erkenntnis von einst die letzte Hoffnung? Ich empfehle Ihnen, stimmen Sie am 24. November, Schule ohne Mitwirkung, 2-mal Nein.
Manfred Breitschmid, Wohlen Einwohnerrat, Fraktionspräsident SVP

Gekränkter Politiker
  11.10.24, Wohler Anzeiger. Leserbrief von Roland Büchi, Wohler Grossrat und Einwohnerrat der SVP-Wohlen-Anglikon.
«Ja zum Neubau von zwei Schulhäusern», Leserbrief in der Ausgabe vom 8. Oktober.
Lieber Harry, die SVP meint nicht nur, dass sie es besser weiss, sie weiss es auch. Kaum wird im Einwohnerrat das Thema Haldenschulhaus diskutiert, kann man sicher sein, dass von Harry Lütolf wieder ein Angriff auf die SVP kommt. Wegen der SVP ist der Schulhausbau an der Halde 10 Millionen Franken teurer geworden, wird von ihm jeweils gebetsmühlenartig wiederholt. Typische Aussage für einen gekränkten Politiker, der sein Projekt «Haldenschulhaus» nicht durchgebracht hat. Der Kauf des Pilatus-Areals wurde vom Einwohnerrat am 22. Juni 2015 mit 14 Ja zu 25 Nein-Stimmen abgelehnt. Soviel ich weiss, hatte die Fraktion der SVP noch nie 25 Mitglieder.
Überdies vergisst Harry Lütolf auch zu erwähnen, dass beim Bau eines Schulhauses auf dem Pilatus-Areal zuerst das Pilatus-Areal für 5,24 Millionen Franken und das Fisher-Scientific-Gebäude für 4,15 Millionen Franken hätte gekauft werden müssen. Somit wurden dank der SVP fast 10 Millionen Franken eingespart. Also Harry, hilf auch du Probleme zu lösen, anstatt sie einfach zu konstruieren.
Roland Büchi, Wohlen Grossrat und Einwohnerrat, SVP

Zyklusschulhäuser im Strohfüür des Wohler Anzeigers
  04.10.24, Wohler Anzeiger. Beitrag von Daniel Marti, Chefredaktor Wohler Anzeiger.
Dann hat die Stadt Bremgarten am Ende der letzten Woche ihre Schulraumplanung bekannt gegeben. Die Gemeinde Wohlen darf da durchaus interessiert hinschauen: Wie löst der Bezirkshauptort die Schulraumprobleme? Die ja eigentlich ähnlich sind, weil beide Gemeinden rasant wachsen.
Spannend sind zwei Ansätze: Wohlen will die Kindergärten in den Quartieren auflösen. Bremgarten hält an den dezentralen Standorten fest. Wohlen will drei sogenannte Zyklus-1-Schulhäuser bauen – also Kindergarten sowie erste und zweite Klassen baulich zusammenführen. In Bremgartens Planung fällt dagegen 
das Wort «Zyklus-1-Schulhaus» nicht einmal. Interessant.
Daniel Marti, Chefredaktor Wohler Anzeiger

Schule ohne Mitwirkung

  02.07.2024, Wohler Anzeiger. Leserbrief von Manfred Breitschmid, Wohlen.
Schulstandort-Strategie und Projektkosten nicht ohne das Volk. Das ist die Haltung der SVP und deshalb gehen wir in den nächsten Tagen auf die Strasse und sammeln Unterschriften.
Beim Gemeinderat und Einwohnerrat ist keine Mitwirkung durch die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Wohlen erwünscht. Die SVP wollte anlässlich der Einwohnerratssitzung vom Montag, 24. Juni, dass der Rat Zustimmung für eine freiwillige Urnenabstimmung (fakultatives Referendum) gibt. Ohne Erfolg, der Antrag der SVP wurde abgeschmettert mit der Begründung, das liege in der Kompetenz des Einwohnerrates.
Beim Zahlen sind dann die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger wieder zuständig. Dieses Schuldenpaket, welches hier am Volk vorbei geschnürt wird, löst einen hohen zweistelligen Millionenbetrag aus. Wer soll einst diesen Schuldenberg bezahlen? Der Steuerfuss geht ungebremst weiter hoch. Wohlen liegt mit zurzeit 116 Prozent auf dem 39. Platz von 41 Gemeinen im Freiamt (Bezirke Bremgarten und Muri). Der letzte Platz ist für Wohlen bereits reserviert. Gute Steuerzahler umfahren Wohlen auch ohne Umfahrung.

Manfred Breitschmid, Einwohnerrat, SVP, Wohlen

Wohlfühlschulhäuser für Wohlen

  02.07.2024, Wohler Anzeiger. Leserbrief von René Moser, Wohlen.
Am 24. Juni hat der Einwohnerrat den Verpflichtungskrediten für die Projektierung von drei Zyklus-1-Schulhäusern zugestimmt. Jene, die den gesunden Menschenverstand in der Casino-Garderobe vor der Einwohnerratssitzung nicht schon deponiert hatten, mussten vergessen haben, wen sie vertreten.Der Wohler Gemeindeammann schlägt sich wieder mit der eisernen Faust an die gepanzerte Brust. Innert vier bis sechs Jahren will der Gemeinderat die drei Zyklus-1-Schulhäuser bauen. (Zusammenführung von Kindergärten sowie der ersten und zweiten Klasse.) Glauben Sie allen Ernstes, dass damit die Schülerinnen und Schüler die Schulen gescheiter verlassen?
Wer diese Verpflichtungskredite befürwortet hat, wird auch den weiteren 50 Millionen Franken zur Realisierung zustimmen. Meines Wissens wurde nirgendwo im Kanton ein solch blödsinniges Projekt schon umgesetzt. Das stört die drei Linken im Gemeinderat natürlich keineswegs, sie frohlocken über den Entscheid. Der Aufwandüberschuss 2023 (früher Verlust genannt) betrug ja nur 314 000 Franken Steuergelder. Spielt auch keine Rolle, dass wir damit einen Selbstfinanzierungsgrad von nur noch rund 20 Prozent erreichten. In der Privatwirtschaft könnte dies kein einziges Unternehmen überleben.Die massive Erhöhung des Schuldenbergs mit drei neuen Schulhäusern beruht wahrscheinlich auf den Fehlprognosen des St. Galler Ökonomen, Zukunftsforschers und Hochschulrektors Professor Kneschaurek bezüglich Einwohnerentwicklung in der Schweiz. Schon vergessen?
Viele bürgerliche Politiker sind leider mutlos geworden und verhalten sich nach dem Motto 
«Wer kriecht, stolpert nicht» oder nehmen den Hasenkurs, wenn es brenzlig wird. Wer glaubt, mit dem Katzenbuckel könne man die Linken und die ehemalige Wirtschaftspartei mit grünen Rückspiegeln beim Geldausgeben etwas stoppen, hat sich geirrt.Gott sei Dank ist die oberste politische Instanz in unserer Gemeinde immer noch der Steuerzahler und nicht der Gemeinderat. Meine Empfehlung an die noch auf dem Papier stehenden, bürgerlichen Parteien: Nehmen Sie die Scheuklappen ab; Geld ausgeben, das wir nicht haben.
Solche Projekte haben jetzt eine kurze Zündschnur. Gehen Sie doch einmal zu einer Bank, um Kredite für ein bankrottes Unternehmen zu bekommen. Nur der Gemeinde- und Einwohnerrat Wohlen meint, er schaffe das.
René Moser, Alt Nationalrat, Wohlen








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